Wissen ist Macht bei der Schädlingserkennung

Es treten verschiedene Schädlinge häufig in unseren Haushalten  auf. Diese unerwünschten Gäste können erhebliche Schäden anrichten, sowohl an der Bausubstanz als auch an persönlichen Gegenständen. Zu den häufigsten Schädlingen, mit denen wir oft konfrontiert werden, zählen unter anderem  Käfer, Nagetiere und Insekten.

Um effektiv gegen diese Schädlinge vorzugehen, ist es wichtig, deren Lebensweise und Gewohnheiten zu verstehen. Jeder Schädling hat spezifische Bedürfnisse und Präferenzen hinsichtlich Nahrung, versteckter Orte und Fortpflanzung. Durch das Erkennen dieser Verhaltensmuster können präventive Maßnahmen ergriffen werden, um einen Befall zu vermeiden.

Häufige Schädlinge in Haus und Garten im Überblick

Dehmel Schädlingsbekämpfung bietet Ihnen nicht nur Expertenrat, sondern auch maßgeschneiderte Lösungen zur Bekämpfung und Prävention.  Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung und unser Fachwissen, um Ihre Wohnräume sicher und gesund zu halten.

Mäuse

Die Hausmaus (Mus musculus) stellt die am weitesten verbreitete Art innerhalb der Familie der Mäuse dar. Sie sind in einer Vielzahl von Lebensräumen anzutreffen, darunter Wälder, Gärten, Wiesen sowie in Kellern, Garagen, Dachböden und Wohnräumen. Diese Nager haben die Fähigkeit, durch winzige Öffnungen oder Ritzen in Gebäude zu gelangen. Durch ihre Nageaktivitäten oder durch Kontamination von Flächen und Lebensmitteln können Mäuse zu erheblichen Problemen führen.

Nahrung

Mäuse haben eine vielfältige Ernährung, die hauptsächlich aus pflanzlichen Materialien besteht. Dazu gehören Samen, Wurzeln, Blätter und Stängel. Einige Mäusearten konsumieren zusätzlich Insekten und andere kleine Tiere, wenn diese verfügbar sind. Eine Maus benötigt nur wenige Gramm Nahrung pro Tag.

Verbreitung

Mäuse können sich schnell vermehren. In der Umgebung von Menschen finden Mäuse oftmals alles was sie zum Überleben brauchen. Wenn Mäuse einen geeigneten Ort zum Leben mit ausreichend Nahrung gefunden haben breitet sich dann das Problem schnell aus. Je länger ein Befall besteht, umso schwieriger wird es, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Befallshinweise

Hinweise für einen Mäusebefall in Haus oder Garten können unter anderem Nagespuren an Haushaltswaren, Gegenständen oder Lebensmitteln sein. Mäuse hinterlassen überall in ihrem Einzugsgebiet Mäusekot (bei der Hausmaus vergleichbar mit Kümmel). Auch können Laufgeräusche oder ein Knabbern wahrgenommen werden.

Mäuse werden im Chemischen Verfahren mit wirkstoffhaltigen Ködermitteln bekämpft. Oft kommen auch Schlagfallen zum Einsatz. Jeder Befall ist individuell und benötigt geeignete Bekämpfungsmaßnahmen.

Bekämpfung

Ratten

Sobald man von Ratten spricht, ekeln sich viele Menschen.

Die Wanderratte (Rattus norvegicus) ist die am häufigste Rattenart in Deutschland.

In Großstädten sind sie häufig in Parkanlagen, an Müllplätzen oder auch in Kellern anzutreffen. 

 

Nahrung

Ratten sind Allesfresser, die eine große Vielfalt an pflanzlicher und tierischer Nahrung zu sich nehmen. In der Umgebung von Menschen finden sie oftmals genügend Nahrung an den Mülltonnen oder auch in den Grünflächen, wenn Verpackungsreste oder Nahrungsmittel in der Natur entsorgt werden.

Lebensweise

Die Ratte ist eine anpassungsfähige Art. Somit hat sie es leicht sich der menschlichen Umgebung anzupassen. Beispielsweise in der Kanalisation, durch von Menschen unsachgemäßer Entsorgung von Lebensmitteln, leben und verbreiten Ratten sich häufig über Abwasserleitungen. Durch defekte Abwasserleitungen können sie sich dann auch in Wohnhäusern ausbreiten und werden dann in der Umgebung von Menschen ein ernstzunehmender Schädling.

Befallshinweise

Wie auch bei Mäusen sind Nagespuren und Kotspuren sichere Hinweise. Auch Laufspuren und Trittsiegel können hinweise auf einen Befall geben.  Auch Kratzgeräusche können meistens nachts wahrgenommen werden.

Bekämpfung

Chemische Verfahren, mittels wirkstoffhaltiger Köderpräparate, welche strategisch in dem Befallsbereich platziert werden, kommen in zugrifftgeschützen Köderboxen zum Einsatz. Auch das mechanische Fangen mit Schlagfallen ist möglich. Welche Verfahren letztendlich zum Einsatz kommen hängt vom individuellen Fall ab.

Bettwanzen

Die Bettwanze (Cimex lectularius) ist ein weltweit vorkommender, inzwischen sehr bekannter Schädling. Schnelles handeln nach der Feststellung eines Befalls lohnt sich, Bettwanzenbefälle, die etabliert sind lassen sich meist nur durch aufwändige Verfahren sicher bekämpfen. Durch die steigende Anzahl der Bevölkerung und immer dichter werdenden Lebensräume von Menschen steigt auch die Zahl der Bettwanzenprobleme in Privathaushalten. Ob eine Einschleppung aus dem Urlaub, Verschleppung durch den Kauf gebrauchter Möbel oder Abwanderung aus angrenzenden befallenden Wohnungen. Ein Befall von Bettwanzen hat nichts mit Sauberkeit und Hygiene zu tun - es kann JEDEN treffen. 

Nahrung/Verhalten

Bettwanzen sind Blutsauger. Sie sind nachtaktiv. Sie halten sich tagsüber in trockenen, engen und dunklen Verstecken auf. Mittels Geruchsstoffen locken sie sich gegenseitig an und bilden meist größere Ansammlungen. Sie erzeugen bei Beunruhigung einen süßen Geruch. Ein Saugvorgang dauert ungefähr 10 Minuten. Bettwanzen können 40+ Wochen ohne Nahrung auskommen.

Entwicklung

Ein begattetes Weibchen legt etwa ein bis zwölf Eier täglich und während seiner Lebenszeit etwa 200. Die Eier werden auf raue Oberflächen  und versteckten Orten wie bsw.  Möbelritzen, hinter Bildern, Tapeten, in Steckdosen, an Kleidung oder Gardinen, in Bettgestellen, Matratzen geklebt und enthalten bei der Ablage bereits mehr oder weniger weit entwickelte Embryonen. Aus den Eiern schlüpfen innerhalb von 7 Tagen (bei 25 °C) die Larven, die sich in etwa fünf Wochen über fünf Stadien zum adulten Insekt entwickeln.  Das Wärmebedürfnis ist vergleichsweise hoch, unter 13°C bis 15 °C findet keine Entwicklung mehr statt.

Lattenrost mit Bettwanzenkotspuren, schwarze kleine Flecken

Befallhinweise

Anzeichen eines Bettwanzenbefalls richtig deuten, nicht jeder Stich ist ein Befall von Bettwanzen! Eindeutige Hinweise auf einen Bettwanzenbefall sind Kotspuren, Eier, Häutungsreste und lebende/tote Tiere.

Hautreaktionen können auch andere Ursachen haben und nicht jeder reagiert.

Schaben

Die Deutsche Schabe, (Blattella germanica), ist eine der häufigsten Schabenarten in Deutschland. Es gibt auch viele andere Schabenarten. Schaben sind Gesundheits-, Hygiene- und Materialschädlinge. Sie sind Überträger von Krankheiten und Pilzen.

 

Lebenweise &
Verhalten

Schaben sind Allesfresser und in der Regel nachtaktiv. Sie können auch am Tage zu sehen sein, oftmals ist ein Befall schon länger aktiv. Schaben verstecken sich tagsüber oft in dunklen kleinen Ritzen und Spalten. Schabenweibchen legen Eikapseln (Ootheken) mit mehren Schaben an versteckten Orten ab, aus denen dann mehrere Nymphen schlüpfen.

Entwicklung

Schaben entwickeln sich hemimetabol (unvollständige Entwicklung) über verschiedene Larvenstadien,  abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Je höher die Temperatur, desto zügiger ist die Entwicklung. Bei einem Schabenbefall ist schneller Handlungsbedarf notwendig und rumprobieren eine Befall eigenständig in den Griff zu bekommen ist nicht erfolgreich.

Befallshinweise

Schaben hinterlassen in ihren Verstecken Spuren. Häutungsreste und Kotspuren von Schaben sind gut zu erkennen. Häufig sieht man unter anderem auch Tiere an den Nahrungsmitteln. Bei einem Verdacht können spezielle Klebeflächen mit Lockstoffen Klarheit schaffen.

Bekämpfung von Schaben

Gesprüht wird nur noch selten, in der Regel kommen hochwirksame Gelköderpräparate zum Einsatz. Zudem wird die Befallstärke mit Schabenmonitoren überprüft. 

Wespen

Sehr bekannt sind die ,,Deutsche Wespe''(Paravespula germanica) und die ,,Gemeine Wespe''(Paravespula vulgaris). Gerade im Spätsommer kommen die Wespen in die Nähe des Menschen. Wespen stehen unter Naturschutz, § 39 BNatSchG schützt Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen und regelt die Entnahme sowie Pflege wild wachsender Pflanzen. Eine Bekämpfungsmaßnahme ist möglich wenn ein vernüftiger Grund vorliegt. Der Einzelfall muss jedoch durch einen Fachmann überprüft werden.

Lebenweise &
Verhalten

Wespen sind Staatenbildende Insekten, im Frühjahr fliegt eine Jungkönigin aus und sucht nach einem geeigneten Nistplatz. Anschließend wird ein Nest mit erst wenigen Waben errichtet. Mit dem Schlupf der ersten Arbeiterwespen verweilt die Wespenkönigin im Nest und kümmert sich ausschließlich um die Nachzucht.

Wespen verteidigen ihr Nest sobald man ihnen zu nahe kommt. Es gibt Wespenarten mit wenigen hundert Individuen aber auch welche mit tausenden Wespen pro Volk.

Nützlinge im Garten

Wespen sind äußerst nützlich, da sie zur Regulierung von Schädlingen beitragen. Wespen sind wichtig für unser Ökosystem, da sie unter anderem auch Pflanzen bestäuben.

Nester rechtzeitig erkennen

Achten Sie auf mögliche Nester, gerne nisten Wespen in Schuppen, Mauerspalten aber auch in Jalousiekästen und Dachkästen. Regelmäßige Flugaktivitäten können ein Zeichen für ein Nest in diesem Bereich sein.

Vermeiden Sie es, während des Essens im Freien süße Getränke oder Speisen offen stehen zu lassen, um Wespen nicht anzulocken. Wespen sind besonders aktiv in der späten Sommer- und Herbstsaison, also seien Sie vorsichtig, wenn Sie draußen sind. Insektengitter an den Fenstern und Türen verhindern meist Zuflug von Wespen in den Wohnraum. Falls sich doch eine Wespe in die Wohnung verirren sollte ist es wichtig ruhig zu bleiben, diese nach Möglichkeit einzufangen und draußen wieder auszusetzen.

Schutz vor Wespen

Professionelle Hilfe bei Wespenproblemen

Wespen sollten ausschließlich von Profis bekämpft werden. Nicht immer ist eine Bekämpfungsmaßnahme notwendig,  Selbst zu versuchen Wespen loszuwerden verschlimmert die Situation oder wird sogar echt gefährlich. zögern sie nicht kontakt mit uns aufzunehmen.

Ameisen

Ameisen sind nicht nur bemerkenswerte Organismen, sondern tragen auch entscheidend zu unserem Ökosystem bei. Während bestimmte Arten nützliche ökologischen Funktionen erfüllen, können andere, wie die Pharaoameise (Monomorium pharaonis), ernsthafte Probleme in Wohnräumen werden. Aufgrund ihrer geringen Größe wird ein befall meist spät erkannt. Aber auch andere Ameisenarten können in einem Haus zu Problemen führen. Holzzerstörende Ameisenarten können Holzbauteile in Wohnungen und Häusern befallen und Schäden verursachen, zudem ist das auftreten in Wohnräumen sehr lästig. Daher sind effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Ameisen unerlässlich, um deren Ausbreitung zu unterbinden. 

Lebenweise &
Verhalten

Ameisen sind Staatenbildende Insekten. Ameisennester haben eine Königin oder mehrere Königinnen abhängig von der Art. Arbeiterameisen kümmern sich um die Beschaffung von Nahrung und Baumaterial, die Drohnen (männliche Ameisen) sind wichtig für die Fortpflanzung innerhalb des Nestes. Bei dem Scharmflug ist die Königin und männlichen Ameisen geflügelt und es kann sogar zu massenauftreten kommen. Männchen sterben nach der Begattung ab. Ameise legen teilweise weite Strecken zurück. Kommunizieren tun sie über Pheromone.

Befallshinweise

Der wohl offensichtlichste Hinweis auf einen Befall sind lebende Ameisen. Meist sieht man Ameisenstraßen, welche durch die Wohnung führen. Zudem sieht man dann auch schon oft woher die Ameisen, aus dem Garten oder über die Fassade oder auch aus Fugen und Rissen in dem Haus. Ein ameisenbefall im Haus sollte durch einen Fachmann überprüft werden um mögliche Folgeschäden zu vermeiden.

Nahrung

Bevorzugt ernähren sich Ameisen von Kohlenhydratreicher Nahrung wie Zucker, aber es werden auch andere Insekten und Proteinquellen genutzt. Oft leben Ameisen bei Blattläuse im Garten. Blattläuse erzeugen Honigtau welcher sehr beliebt bei Ameisen ist.

Bekämpfung

Befallserhebung: welche Ameisenart und wo ist der Befall

 

Bekämpfungsstrategie: alternative Nahrungsquellen entfernen, geeignetes Ködermittel ausbringen

Abtötung des Ameisenvolkes nur möglich wenn auch keine weiteren nachkommen gezeugt werden können.

Wie kann man Ameisenbefall vermeiden, Ameisen haben bevorzugte Lebensräume. Im Wohnraum treten sie meist auf wenn Lebensmittel offen rumliegen oder Feuchtigkeit in der Bausubstanz vorhanden ist. Bietet man den Ameisen keine Nistmöglichkeit so kommt es auch nicht zu einem Befall.

Prävention

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